Du willst wissen, was genau ein cafe americano ist und wie er sich vom Café Crème unterscheidet? In diesem Artikel klären wir den begriff, ordnen Geschmack und Stärke ein und zeigen dir eine einfache Zubereitung für eine konstante Tasse.
Kurz und klar: Beim Americano verbindet sich ein scharf extrahierter espresso mit heißem wasser. Das Ergebnis wirkt anders im Mundgefühl als eine Creme-Variante und behält typische Espresso-Aromen.
Du lernst hier, welche Rolle Wasserqualität, Bohnenwahl und die richtige Technik spielen. Wir erklären, warum die Reihenfolge beim Aufgießen zählt und wie du Stärke und Aroma an deinen Alltag anpasst.
Wichtig für dich: Dieser Abschnitt gibt dir eine schnelle Orientierung, damit du beim nächsten Genuss sofort einschätzen kannst, was du erwartest — und wie du es praktisch erreichst.
Einordnung: Dein Weg zum perfekten Kaffee heute
Dein Plan für heute: ein intensiver kaffee, der durch heißes wasser zugänglicher wird.
Du startest mit einem klaren Ziel: Geschmack wie bei einem espresso, aber in einer größeren, angenehmen Tasse. Diese Einordnung hilft dir zu entscheiden, wann ein caffè americano die bessere Wahl ist als andere Getränke.
Kontrolliere diese Parameter bewusst: Bohne, Mahlgrad, Brühtemperatur, Verhältnis und die Reihenfolge beim Aufgießen. Kleine Veränderungen hier beeinflussen Körper und Klarheit stark.
Wenn du mehr Körper willst, wähle dunklere Röstung und feineren Mahlgrad. Für mehr Klarheit reduzierst du Extraktionszeit oder gibst etwas mehr heißes wasser hinzu.
Mit wenig Equipment erzielst du verlässliche Ergebnisse: gute Bohnen, konsistente Mühle und eine einfache Waage reichen oft. Dieser artikel richtet sich an dich, wenn du vollen Geschmack magst, ohne Bitternoten oder Verwässerung.
Am Ende dieses Abschnitts weißt du, worauf du in den nächsten Kapiteln achten solltest, damit dein Ergebnis wiederholbar gut wird.

Was ist cafe americano? Ursprung, Begriff und Grundprinzip
Ursprung und Zubereitungsweise zeigen, wie aus starkem espresso ein zugängliches Getränk wurde. Der begriff geht auf Italien zurück: US-Gäste und Soldaten fanden den Espresso zu kräftig und streckten ihn mit heißem Wasser. So entstand das, was heute international bekannt ist.
Herkunft: Vom „gestreckten“ Espresso bis zum heutigen Klassiker
Der caffè americano wurde in Italien geprägt. Amerikaner verlangten mildere Varianten, deshalb gab man nachträglich Wasser zum Shot. Das veränderte die Trinkstärke, ließ aber die typischen Espresso-Aromen erhalten.
Espresso plus heißes Wasser: Mischverhältnis, Tasse und Geschmack
Im Kern bedeutet die Zubereitung: Erst ein Espresso, dann heißes Wasser in eine größere tasse (ca. 180–240 ml). Als Orientierung dient ein 1:1-Verhältnis (z. B. 25–30 ml Wasser auf einen Shot), du passt es nach Geschmack an.
Im Vergleich zu filterkaffee wirkt das Mundgefühl kräftiger, weil Öle und Extrakte des Espressos präsenter bleiben. Anders als beim Lungo verändert sich die Extraktion nicht – das Wasser kommt erst nach dem Brühen.

So bereitest du Caffè Americano richtig zu
Die richtige Technik macht aus Espresso und heißem Wasser eine harmonische Tasse.
Equipment, Bohnenwahl und Mahlgrad: Die „5 M“ im Blick
Beachte die „5 M“: Mischung, Menge, Mahlgrad, Maschine und Mensch. Wähle eine ausgewogene Bohnenmischung und mahle fein für einen Single Shot.
Dosierung: Für einen Single genügen etwa 7 g Kaffee. Halte die Brühtemperatur konstant zwischen 90–94 °C.

Reihenfolge zählt: Heißes Wasser und Espresso für stabile Crema
Heize die Tasse und das Wasser vor. Gib zuerst das heiße wasser in die tasse und ziehe dann den Espresso langsam dazu.
Durch das langsame Eingießen bleibt die crema stabil und die Aromen verbinden sich sauber.
Wassermenge und Verhältnis: Von 1:1 bis persönlicher Geschmack
Als Richtwert gilt ein Verhältnis von etwa 1:1 zwischen Espresso und zusätzlichem Wasser. Passe die wassermenge schrittweise an, wenn du es milder oder kräftiger magst.
Servieren wie im Café: Heiße Tasse, Temperatur und Aromatipps
- Nutze den Heißwasserauslauf der Maschine oder erwärme das wasser im Topf.
- Vermeide kochendes Wasser direkt auf den Espresso.
- Serviere sofort in der vorgewärmten tasse, so bleiben Duft und Temperatur erhalten.
Cafe Americano vs. Café Crème, Lungo und Filterkaffee
Was die Getränke wirklich unterscheidet, sind Extraktion, Wassermenge und die Art, wie du servierst.
Café Crème erklärt: Brühmethode, Crema und Tassenvolumen
Beim Café Crème wird länger aus der Maschine gebrüht. Du erhältst eine größere tasse und ein anderes Mundgefühl als bei einem nachträglich verlängerten Shot.
Die wassermenge ist Teil des Brühvorgangs; Mahlgrad und Durchfluss sind angepasst, so ändert sich der geschmack.
Lungo abgegrenzt: Längere Extraktion statt Wasserzugabe
Ein Lungo entsteht, wenn mehr wasser durch dasselbe Kaffeemehl läuft. Die Extraktionszeit steigt und du bekommst oft mehr Bitterstoffe.
Filterkaffee im Vergleich: Klarheit, Körper und Säureprofil
Im Vergleich wirkt Filterkaffee klarer und säurebetonter. Ein verlängertes Espresso-Getränk bleibt öliger und fülliger im Mund.

| Kriterium | Café Crème | Lungo | Verlängerter Espresso |
|---|---|---|---|
| Brühmethode | Länger in Maschine | Mehr Durchlaufwasser | Espresso + heißes wasser |
| Wassermenge | Teil des Brühens | Erhöhtes Extraktionsvolumen | Nachträglich zugegeben (z.B. 1:1) |
| Geschmack / Körper | rund, cremig | kräftiger, oft bitter | öliger, espresso‑Noten bleiben |
Iced Americano: Kalte Zubereitung mit Espresso und Wasser
Mit wenigen Handgriffen verwandelst du espresso und wasser in ein erfrischendes Getränk. Der Iced Americano besteht aus gekühltem Wasser, frischem Espresso und Eis. Wichtig: Der Espresso muss wirklich gebrüht werden — kein Cold Brew.
Reihenfolge für mehr Crema: Erst kaltes Wasser, dann Espresso, dann Eis
Fülle zuerst kaltes wasser in dein Glas. Ziehe dann den heißen Espresso langsam dazu. Gib zuletzt große Eiswürfel hinzu.
So bleibt ein feiner crema-Rand auf der Oberfläche sichtbar und die Aromen bleiben klar.
Süßen und Verwechseln vermeiden: Sirup statt Zucker, nicht Cold Brew
Serviere den Drink klassisch ohne Milch und Zucker. Wenn du süßen willst, nutze Sirup (z. B. Vanille oder Karamell). Sirup löst sich in kalten Getränken gleichmäßiger als Kristallzucker.
Tipp: Zwei Shots Espresso auf gekühltes Wasser ergeben einen vollen, klaren Geschmack. Variiere das Verhältnis, um Intensität und Verdünnung zu justieren.

- Erst kaltes Wasser, dann Espresso, dann Eis — so bleibt Crema sichtbar.
- Sirup statt Zucker für gleichmäßige Süße.
- Nicht mit Cold Brew verwechseln: Beim Iced Americano wird Espresso heiß gebrüht und erst im Glas gekühlt.
Mehr Details zur perfekten Zubereitung findest du in unserer Anleitung: Iced Americano Basics.
Geschmack feinjustieren: Crema bewahren, Intensität steuern
Der Unterschied zwischen einem flachen und einem lebendigen Getränk liegt oft in der letzten Gießbewegung.
Mit gezielten Handgriffen schützt du die crema und kontrollierst den geschmack deines Getränks. Kleine Anpassungen bei Verhältnis und Technik reichen.
Tipp aus der Barista-Praxis: Espresso langsam ins Wasser gießen
Gib zuerst das heiße wasser in die vorgewärmte tasse und ziehe den espresso anschließend langsam nach. So bleibt die Crema länger erhalten und Aromen bleiben konzentriert.
- Gieße den espresso stets langsam in heißes wasser, um die crema zu schützen.
- Steuere Intensität über das Verhältnis: weniger Wasser = mehr Druck, mehr Wasser = längere Trinkdauer.
- Vorwärmen der Tasse stabilisiert Temperatur und Duft.
- Ziehe in dünnem, gleichmäßigem Strahl, damit die Crema nicht zerstört wird.
- Feinjustiere Mahlgrad und Shotzeit für mehr Süße ohne Bitterkeit.
- Nutze frisches, kalkarmes Wasser und trinke den caffè americano zeitnah.
| Aktion | Wirkung | Praktischer Tipp |
|---|---|---|
| Wasser zuerst | Crema bleibt erhalten | Langsam Espresso einlaufen lassen |
| Feinerer Mahlgrad | Mehr Süße | Nur minimal verfeinern |
| Mehr Wasser | Sanfteres Mundgefühl | In kleinen Schritten erhöhen |
| Vorwärmen | Stabile Temperatur | Tasse kurz mit heißem Wasser spülen |
Fazit
Abschließend fassen wir die wichtigsten Praxisregeln für deine nächste Tasse zusammen.
Du weißt jetzt: Ein americano entsteht, wenn du einen Shot espressos mit zusätzlichem Wasser mischst. Die Extraktion bleibt unangetastet und das Aroma bleibt präsent.
Gegenüber Café Crème und Lungo unterscheidet sich der Weg zum kaffee. Beim Americano mischst du nach dem Brühen, beim Lungo verlängerst du die Extraktion und beim Café Crème brühst du länger.
Für beste Ergebnisse nutze die „5 M“, halte 90–94 °C, wärme die Tasse vor und gieße den Espresso langsam in das Wasser. Ein Verhältnis von 1:1 ist ein guter Startpunkt.
Tipp: Variiere heiß oder als Iced Version mit Sirup statt Zucker. Mit diesen Regeln triffst du zuverlässig die Balance aus Körper, Klarheit und Aromatiefe.